05.11.2019 / Allgemein / /

Wiedereinführung einer lnterregio-Bahnverbindung von Winterthur nach Basel

Postulat Andreas Meier, CVP, Klingnau (Sprecher), René Huber, CVP, Leuggern, Werner Müller, CVP, Wittnau, Alfons Paul Kaufmann, CVP, Wallbach, und Marianne Binder-Keller, CVP, Baden, vom 5. November 2019 betreffend Wiedereinführung einer lnterregio-Bahnverbindung von Winterthur nach Basel

Text:
Wir möchten die Regierung einladen:

  1. Die Wiedereinführung einer Interregio-Bahnverbindung Winterthur nach Basel mit Halt in Bülach, Bad Zurzach, Koblenz, Stein-Säckingen, Rheinfelden beim Bund zu beantragen.
  2. Die Finanzierung der Elektrifizierung der Deutschen Bahn nur zu unterstützen, wenn auf Schweizer Seite die Interregio-Bahnverbindung ebenfalls umgesetzt wird.

Begründung:
Eine Bachelorarbeit der ZHAW (Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften) legt neue Stu-dien zur Wiedereinführung einer Interregio-Bahnverbindung von Winterthur bis nach Basel mit Halt in Bülach, Bad Zurzach, Koblenz, Stein-Säckingen, Rheinfelden vor. Diese Interregio-Bahnverbindung ist mit relativ kleinen Infrastrukturkosten umsetzbar und bietet den Passagieren eine komfortable, schnelle Verbindung ohne Umsteigen.

Die erstrebte Rheintallinie verbindet die Zentren am Hochrhein und hat ein genügend grosses, gut abgreifbares Passagierpotenzial, bei relativ geringen Kosten. Koblenz, Bad Zurzach, das ganze Zurzibiet und das untere Aaretal rücken mit dieser Verbindung näher an Basel, Winterthur und Zürich. Die lokalen Reisezeiten würden im Vergleich zu heute massiv verkürzt. Die Bevölkerung der Bezirke Zurzach und Laufenburg, erwartet grosse Veränderungen bei den Arbeitsplätzen. Zur Kompensation der in absehbarer Zukunft wegfallenden Arbeitsplätze (beispielsweise an den Kernkraftwerken) brauchen die Bewohner im Nord-Aargau die Wiedereinführung der Interregio-Bahnverbindung WiBa. Für den Pendlerverkehr, insbesondere auch ins Sisslerfeld, wo in den nächsten Jahrzehnten viele neue Arbeitsplätze geschaffen werden, bekommt die Rheintallinie eine grosse Bedeutung. Für Bad Zurzach trägt die Anbindung an diese Interregio-Bahnverbindung sehr wesentlich zur Förderung des Tourismus und zum Erhalt der Arbeitsplätze bei.
Das System Strasse-Schiene ist anfällig geworden, speziell auf den Hauptverkehrsachsen. Im Falle eines grossen Störfalls auf der Hauptachse wird eine ausgebaute Rheintallinie zur sehr nötigen Redundanz.

Eine Wiederbelebte Rheintallinie nützt Pendlern und Umwelt.

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